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Goju-Ryu Nyumon Karate-Do




Das Symbol des Goju-Ryu Nyumon Karate-Do ist die stilisierte Lotusblüte. Die Lotusblüte steht im Buddhismus für Schönheit, Reinheit und Weisheit.
Der Lotus wurzelt im Schlamm, aber seine Blätter und Blüte verschmutzen nie. Daher auch der Begriff „Lotuseffekt“ im Bereich der Oberflächenversiegelung. Die Lotusblüte symbolisiert den Weg, den „Do“, vom rein materiellen, dunklen, unbewussten Zustand durch einen halbbewussten Seelenzustand hin zum bewussten, lichtvollen und geisterfüllten Seinszustand. Sie steht für einen reinen Geist sowie innere Erleuchtung und stellt die fördernde Kraft der geistigen und körperlichen Natur dar. Der Lotus repräsentiert die vollkommene Harmonie der Gegensätze Yin und Yang: Er entspringt der Erde bzw. dem Wasser (Yin) und strebt gen Himmel (Yang). Das frei über das Wasser hinausragende Lotusblatt steht als Sinnbild für das Nicht-Anhaften bzw. das Loslassen vom Weltlichen.
Die acht Blätter symbolisieren die acht „Karate-Ecken“, die traditionellen acht Richtungen aus denen ein Angriff aber auch eine Abwehr erfolgen kann.
In den folgenden Abschnitten wird näher auf den Namen, Leitsätze und der Dojo-Etikette des Goju-Ryu Nyumon Karate-Do eingegangen.


Der Name Goju-Ryu Nyumon Karate-Do bezieht sich auf ein Zitat aus dem Bubishi (ein über 300 Jahre altes Buch über die Kampfkünste) in dem es heißt: „Alles im Universum atmet hart und weich.“
Goju-Ryu bedeutet „Hart-Weich-Stil“ und Karate-Do bedeutet „Der Weg der leeren Hand“. Ziel ist es, ein Zusammenspiel aus harten und weichen Techniken zu erreichen. Harte Angriffe werden mit weichen Bewegungen ausgewichen und wiederum hart gekontert. Dieser Wechsel zwischen hart und weich bzw. Anspannung und Entspannung gilt es im Goju-Ryu beherrschen zu lernen. Dabei bildet die waffenlose Selbstverteidigung mit bloßen Händen den Schwerpunkt der Stilrichtung.
Wie fast alle Namen im Bereich der Kampfkünste, so hat auch der Name „Nyumon“ eine besondere Bedeutung. Der Begriff Nyumon ist dem Zen-Buddhismus entliehen und bedeutet hier im übertragenen Sinne soviel wie „der Eintritt in den Weg Buddhas“. Nyu- steht für „eintreten“ und -mon für „Tor“. Hierbei ist eine Form der friedlichen gesamtmenschlichen Aus- und Weiterbildung gemeint, d.h. sowohl des Körpers als auch des Geistes.
Das Fundament der Philosophie im Goju-Ryu Nyumon Karate-Do basiert auf einem einfachen Sprichwort:
Aufrichtigkeit ist die Kunst des Himmels.
Dieser Kunst aufrichtig zu folgen, ist die Kunst der Menschheit.

Das Fundament des Nyumon-Karate basiert auf drei grundlegenden Dingen: Der Schulung von Körper, Geist und Charakter. Das Training sollte durch die darauf ausgerichteten Regeln dazu führen, eben diese Dinge zu erlernen, zu verbessern und auszubauen.
Das spirituelle Verständnis ist für die Betreiber des Goju-Ryu Nyumon Karate-Do besonders wichtig. Anfangs muss der Schüler hart trainieren, um den verlangten physischen Status zu erreichen. Doch schon bald wird ihm bewusst, dass er auch lernen muss, seinen Geist zu beherrschen, um relativ einfache Techniken effektiv ausführen zu können.
Bei Kindern und Jugendlichen stehen Körper und Geist im Nyumon im Verhältnis 90% zu 10%, bei Erwachsenen mittleren Alters 50% zu 50% und im fortgeschrittenen Alter 20% zu 80%. Daher kann man in jedem Alter mit dem Goju-Ryu Nyumon Karate-Do Studium beginnen. Es ist nachweislich sogar für Schwerbehinderte, die sonst keinen anstrengenden Übungen gewachsen sind, geeignet.

Wichtig für alle ist der Wille einem regelmäßigen Training beizuwohnen!

Im Nyumon gibt es vier schwere physische und intellektuelle Probleme zu bewältigen: Angst, Zweifel, Überraschung und Verwirrung.
Nur mit einer ruhigen Geistesverfassung gelingt es dem Schüler, seinen Gegner durch eine intuitive Handlung zu überwinden. Dieses Maß an geistigem Training ist in jeder Lebenssituation von großem Nutzen. Von daher können auch körperlich benachteiligte das Goju-Ryu Nyumon Karate-Do trainieren, um Selbstvertrauen aufzubauen.

Das Nyumon-Karate basiert auf effektiven Selbstverteidigungstechniken und verwendet daher nur Partnerübungen, die der Realität sehr nahe kommen. Es wird auf komplizierte Hebel- und Wurftechniken verzichtet.
Darüber hinaus ist Meditation ein spezieller Teil des Trainings und wird besonders intensiv praktiziert. Hierbei soll man mehr in sich gehen; versuchen, sich selbst wirklich zu verstehen, um auch andere verstehen zu können. Die Meditation soll dabei helfen, zunächst die Gedanken zu klären. Sie basiert auf Atemübungen, da das Atmen der Punkt ist, an dem sich der Körper und Geist treffen. Es ist etwas, dass man kontrollieren kann und doch auch wieder automatisch macht. Durch die Atemübungen wird man ruhiger und klarer.
Das Training zielt also darauf ab, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und nicht darauf sich einfach nur fit zu halten.
Es soll erlernt werden sich gegenseitig zu helfen und zu ermutigen. Im Goju-Ryu Nyumon Karate-Do sind alle gleich, ähnlich einer großen Familie.
Das Motto lautet:
„ Go-Ri Go-Ho Kyu-Son Kyu-Ei “
(Der Vernunft und dem Recht folgen, gemeinsam existieren und gemeinsam erleben.)

Das Dojo sollte ein Tempel und Spiegel des Lebens sein. Wenn man sich dort respektvoll verhält, kann man sich auch außerhalb so verhalten.

Leitsätze
Die Ehre ist die wichtigste Eigenschaft des Menschen. Menschen ohne Ehre sind beständig dabei, auf Kosten anderer zu profitieren. Budo hat einen anderen Inhalt.
Kanagusuha Sanda
Respektiere deine Mitmenschen.
Sei mutig.
Übe deinen Geist und Körper.
Übe täglich und beschütze das traditionelle Karate-Do.
Bemühe dich um das Wesen vom Goju-Ryu.
Gib niemals auf.
Morio Higaonna